R├╝ckblick urbEXPO 2016

15.10.2016 12:29:42 | urbEXPO, Olaf Rauch

Foto: Kees de Jong

Sechs Wochen nach dem Ende der urbEXPO 2016 hat das Veranstalter-Team Bilanz gezogen und hat die fünfte Ausgabe der Ausstellungsreihe überwiegend positiv bewertet.
Der diesjährige Themenschwerpunkt zur Katastrophe von Tschernobyl im April 1986 hat dank der Arbeiten, die in der Sperrzone rund um den havarierten Reaktor 4 entstanden sind, gut funktioniert. Allerdings hatte dieser Akzent  nicht den Effekt bewirkt, dass deswegen mehr Besucher in die Ausstellung gekommen sind. Trotzdem war es ein wichtiger und richtiger Fokus der urbEXPO 2016.

Die zweite Neuerung der urbEXPO 2016 war die Tatsache, dass verstärkt Bildserien anstelle von Einzelmotiven gezeigt wurden. Diese Idee wurde vom Publikum positiv  angenommen und hat das urbEXPO-Team bestärkt, in diese Richtung weiterzudenken. Bei den Bewerbungen zur urbEXPO 2017 werden ausschließlich fotografische Serien akzeptiert.

Die Eröffnung der urbEXPO 2016 war mit gut 300 Gästen nochmals besser besucht als im Vorjahr.  besonders erfreulich: 23 der 25 ausstellenden Künstler waren an dem Abend anwesend. Angesichts der vielfach weiten Anreise – teilweise auch aus dem Ausland – keine Selbstverständlichkeit. Im Kontext der Eröffnung hat das Netzwerk aus urbEXPO-Team, Schlegel-Haus und Christuskirche Bochum einmal mehr hervorragend funktioniert. Ein Wermutstropfen der Eröffnung waren die technischen Probleme durch Störgeräusche eines Netzteils bei der 3D-Installation, deren Projektion sich angesichts der räumlichen Größe der Christuskirche mit einer Bilddiagonalen von 4x2,5 Metern als zu klein erwies.

Die Besucherzahlen des regulären Ausstellungsbetriebs gingen gegenüber dem Vorjahr um circa 300 zurück. Allerdings war die urbEXPO 2016 um sechs Ausstellungstage kürzer als 2015. Und bezüglich des Publikumszuspruchs war die Ausstellungsreihe von jeher verwöhnt. Ob die Ausstellungsdauer in Zukunft jedoch wieder verlängert wird, steht derzeit noch in den Sternen, da jeder zusätzliche Ausstellungstag organisatorischen Mehraufwand bedeutet.

FAZIT: die urbEXPO 2016 war – wie in den Jahren zuvor – wieder einmal anders und kann durchaus als erfolgreich bezeichnet werden. Wie bereits angedeutet, wird es 2017 inhaltliche Modifizierungen geben. Änderungen wird es in Zukunft auch in organisatorischen Bereichen geben; d.h. die Bewerbungsphase zur urbEXPO 2017 wird bereits im November 2016 beginnen und deutlich früher enden als in den Vorjahren.